Erfahrungsberichte

Erfahrungsberichte zur Situation in den Schwimmbädern nach Schließung des Südbads

Vor fast vier Monaten ist das Südbad geschlossen worden. Damit wurden Vereine, Schulen und Freizeitschwimmer gezwungen, auf andere Bäder auszuweichen. Als Folge dessen müssen z.B.
- Vereine und Leistungsschwimmer täglich ein anderes Bad ansteuern, um einen Platz zum Schwimmen zu finden
- bis zu drei Schulklassen mit insgesamt ca. 60 Schülern gleichzeitig Schwimmunterricht erhalten
- Freizeitschwimmer mit erheblichen Beeinträchtigungen auf Grund zu vieler Schwimmer im Becken vorliebnehmen.
Diese Beispiele beruhen auf Tatsachen und wurden dem Förderverein von verschiedenen Seiten zugetragen.

An dieser Stelle möchten wir Dich/Sie herzlich einladen, Deine/Ihre eigenen Erfahrungen mit der veränderten Schwimmbad-Situation hier niederzuschreiben. Dabei ist es völlig egal, ob Du/Sie Schüler, Student, Rentner, Schwimmer, Taucher, Wassergymnast oder Freizeitschwimmer bist/sind. Wir benötigen Feedback quer durch die Bevölkerung!
Eine Anmeldung ist für die Teilnahme nicht erforderlich. Es reicht aus, einen Namen und eine Email-Adresse anzugeben: Die Email-Adresse wird weder zu Deinem/Ihrem Beitrag noch an anderer Stelle auf dieser Internetseite angezeigt oder an Dritte weitergegeben.

4 Antworten zu “Erfahrungsberichte”

  1. Killyboy sagt:

    Da ich einen Schreibtisch-Job habe, tat es mir früher sehr gut, zwei- bis dreimal pro Woche um die Ecke im Südbad schwimmen zu gehen. Seit es nicht mehr geöffnet hat muss ich zum Stadtbad Mitte oder ins Ostbad radeln.
    Das Stadtbad Mitte empfinde ich (fast) immer als zu voll, es ist dort kaum möglich seine Bahnen zu ziehen, ohne ständig anderen Schwimmern ausweichen zu müssen. Auch auf der abgetrennten Bahn wird es neben fünf oder mehr “Kampfschwimmern” stressig, die Atmosphäre ist oftmals gereizt, bisweilen aggressiv.
    Auch im Ostbad empfinde ich Schwimmen nicht als entspannend, denn auch hier erwischt man nur mit Glück einen Zeitpunkt, zu dem Schwimmen gut möglich ist. Die Krönung im Ostbad ist der Donnerstag (Warmbadetag): Wer glaubt hier schwimmen zu können, wird nach 5 Minuten bereuen, dass er Eintritt bezahlt hat! Der Flachwasserbereich ist dann (quer) durch eine Leine abgetrennt, sodass man eine 25-Meter-Bahn nur durch Untertauchen dieser Leine schwimmen kann. Zum Schwimmen am Warmbadetag geht man dann wohl lieber freitags ins Stadtbad Mitte - wenn man seine Zeit so flexibel gestalten kann…

  2. Moonlight sagt:

    Wir vermissen das Südbad.

    Als unsere 2 Kleinsten das Kleinkindalter hatten, sind wir meistens ins Stadtbad Mitte gefahren. Aber auch nicht so oft.
    Gelegentlich waren wir im Südbad, welches aber nicht so Kleinkind gerecht war. Nachdem unser Sohn älter wurde und für sein erstes Schwimmabzeichen übte, waren wir öfters dort und genossen es sehr. Wir waren meistens 2 Stunden im Wasser. Die Atmosphäre dort, man traf Bekannte aus dem Viertel, es waren viele Familien dort,… war von Mal zu Mal immer schöner.
    Wir wohnen im Geistviertel und vermissen das Südbad sehr.
    Denn es bot die Möglichkeit bei jedem Wetter sich schnell ins Schwimm- und Badevergnügen zu stürzen! Gut für das Gemüt, gut für die Fitness, gut für Kontakte, gut für Spaß und gut für die positive Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen,…
    Es wäre für viele Menschen eine große Bereicherung, wenn unser Viertel wieder ein Bad hätte.

  3. Steffen Wachenfeld sagt:

    Schließung unverständlich - Kritik an Renovierungen

    Als Unterwasserrugby Spieler und Trainer bin ich vier mal die Woche allein aus diesem Grund in Schwimmbädern. Dienstags in Roxel, Mi, Do und Fr im Ostbad. Auch im Südbad bin ich oft gewesen, da ich dort gegenüber wohne. Dass dieses Bad geschlossen wurde ist mir absolut unverständlich, da überall Knappheit herrscht und dieses Bad vom Zustand der Duschen usw. besser ist, als das kürzlich renovierte Roxeler Bad nach der Ronovierung. In ROxel hat man alles, was schlecht war, nämlich die Umkleiden und das Becken selber einfach so gelassen. Stattdessen hat man für viel Geld die Duschen und die WCs neu gemacht. Allerdings so stümperhaft, das auf der neuen Toilette nichtmal ein Abfluss am Boden war, so dass sich im neu renovierten Bad das Urin auf dem Fußboden staute. Jetzt gibt es Aabflüsse, aber auf Grund des so schlecht neu gemachten Bodens, bilden sich überall Pfützen und das Wasser / Urin fließt nicht ab.
    Das Bad war völlig ok, Probleme waren Schränke ohne Schlösser (von denen gibt es jetzt nach der Renovierung immernoch viele. Und aus unserer Sicht die große Anzahl an Verletzungen im Becken durch die rauen Beckenwände und tiefen Fugen.

    Mein Fazit ist, dass Vereine und Nutzer der Bäder kaum bis garnicht in die Entscheidungen einbezogen werden und Bäder wie das Südbad geschlossen werden um dafür Geld für Kosmetik-Umbauten wie in Roxel auszugeben. WAHNSINN.

    Grüße,

    Steffen

  4. Luci sagt:

    Hallo!

    Seit 1998 bis zur Schließung des Stadtbad Süds bin ich begeisterte Freizeitschwimmerin im Stadtbad Mitte g e w e s e n. Auch wenn ich keine direkte Nutzerin des Süds gewesen bin, so bewirkt dessen Schließung auch bei mir Ärger, Wut und Unverständnis.

    Ich habe es geliebt, im Stadtbad Mitte zwei bis drei Mal in der Woche abends regelmäßig meine Bahnen zu ziehen. Dort schwimmen zu gehen bedeutete für mich, mich erholen, entspannen und den Alltagsstress hinter mir lassen zu können.

    Doch seit der Schließung des Stadtbad Süds ist es vorbei mit meiner Freude im Mitte schwimmen zu gehen. Im Gegenteil! Seit der Schließung des Süds hat das Stadtbad Mitte erheblich an Freitzeit-/ Erholungs-/ und Entspannungswert verloren! Es macht mir überhaupt keinen Spaß mehr dort schwimmen zu gehen.

    Wie schon Killyboy oben beschrieben hat, ist die Atmosphäre im Mitte eher aggressiv und alles andere als entspannt oder ausgelassen, wie man es wohl von einem Freizeitbad erwarten darf.

    Alleine schon der Gedanke dort schwimmen zu gehen macht mich ebenfalls aggressiv, vor allem, wenn ich an all die Massen im Wasser denke, denen ich zwangsläufig bei Schwimmen ausweichen muss.
    Mit Ruhe und enstpannten Bahnen hat das überhaupt nichts mehr zu tun!!!

    Wo bleibt da bitte der Zweck eines Freizeit- und Erholungsbades!?

    Mit der Schließung des Süds hat die Stadt vermeintliche Gelder eingespart, jedoch im Gegenzug dazu auch sicherlich viele erboste Münsteraner Bürger und Bürgerinnen dazu gewonnen - mich eingeschlossen.

    Die Schließung d Süds ist sicherlich nur e i n e von mehreren städtischen Entscheidungen gewesen, die fernab der mehrheitlichen Bedürfnisse getroffen wurden. (Siehe auch die aktuelle Diskussion um die Errichtung der Musikhalle vorm Schloß).

    Daher appelliere ich eingehend an unsere Stadt, den Rat und unsere Lokalpolitik, sich wieder mehr den mehrheitlichen Bedürfnissen der Münsteraner Bürger und Bürgerinnen zu zu wenden und in diesem Sinne vor allem die Wiedereröffnung des Stadtbad Süds tatkräftig zu unterstützen, vor allem damit das erst vor zehn Jahren vollständig sanierte Stadtbad Mitte wieder zu dem wird, was es einmal war - nämlich ein Freizeit-/ und Erholungsbad - und keine Brutstätte mehr für Aggressionen und Ärger bleiben wird!!!

    Grüße, Luci

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